Wenn Gemeinschaft nach Datteln, Musik und Hoffnung schmeckt

Ein unvergesslicher Iftar-Abend voller Begegnung, Dankbarkeit und gelebter Vielfalt

Auch in diesem Schuljahr verwandelte sich unsere festlich geschmückte Aula in einen Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der gelebten Vielfalt. In Zusammenarbeit mit dem Sigmund-Schuckert-Gymnasium fand am 18. März ein gemeinsamer Iftar-Abend statt, zu dem muslimische Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien eingeladen waren. Rund 400 Gäste folgten der Einladung und machten den Abend zu einem besonderen Ereignis im Schulleben beider Schulen.

Schon beim Betreten der Aula war spürbar, dass dieser Abend mit viel Herz vorbereitet worden war. Die liebevolle Dekoration, die festlich gedeckten Tische und die warme Atmosphäre ließen sofort Vorfreude aufkommen. Überall begegneten sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Gäste mit einem Lächeln. Es war ein Abend, an dem Schule nicht nur als Lernort, sondern auch als Raum des Miteinanders sichtbar wurde.

Den Auftakt bildeten Grußworte der Schulleitungen, der SMV und der Elternbeiräte beider Schulen. Die Referentin für Schule und Sport der Stadt Nürnberg, Cornelia Trinkl, überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters Marcus König und würdigte insbesondere die große Resonanz der Veranstaltung sowie die spürbare Atmosphäre von Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt. In den Beiträgen der Redner wurde deutlich, welche besondere Bedeutung der Ramadan nicht nur für den muslimischen Glauben, sondern auch für das schulische Zusammenleben haben kann: Geduld, Dankbarkeit, Rücksichtnahme, Solidarität und Gemeinschaft standen im Mittelpunkt.

Auch das Bühnenprogramm verlieh dem Abend einen würdigen und zugleich feierlichen Rahmen. Eine Koran-Rezitation eröffnete auf eindrucksvolle Weise den spirituellen Teil des Abends. Musikalisch wurde das Programm durch Maik Jäger (10c) bereichert, der zwei Stücke auf der Querflöte vortrug, sowie durch Leyla Elmokadem (8d), die mit Klavierstücken für eine besondere Stimmung sorgte. Außerdem wurden unter anderem Gedichte von Elisa Kocoglu (6d) und Anel Delic (6f) vorgetragen. Die Beiträge zeigten nicht nur das Talent der Schülerinnen und Schüler, sondern auch, wie vielfältig und lebendig Schulkultur sein kann.

Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Warten auf den Moment des Fastenbrechens. Je näher der Zeitpunkt rückte, desto mehr lag eine besondere Spannung in der Luft. Nach einem gemeinsamen Gebet erklang der Gebetsruf, der den Beginn des Iftars markierte. Für viele Gäste war dies ein sehr bewegender Moment: Nach einem langen Fastentag wurde der erste Schluck Wasser, die erste Dattel und das gemeinsame Essen zu einem Zeichen der Dankbarkeit.

Das anschließende Buffet war beeindruckend. Es wurde von den Eltern der muslimischen Schülerinnen und Schüler beider Schulen mit viel Mühe, Großzügigkeit und Liebe vorbereitet. Selbstgekochte und selbstgebackene Speisen füllten die Tische: herzhafte Gerichte, süße Köstlichkeiten, Gebäck, Salate und viele weitere Spezialitäten aus unterschiedlichen Familien- und Kulturtraditionen. Dadurch wurde das Buffet nicht nur kulinarisch vielfältig, sondern auch zu einem Ausdruck der Verbundenheit zwischen Elternhaus und Schule.

Gerade diese Mischung machte den Abend so besonders: spirituelle Besinnung, kulturelle Vielfalt, musikalische Beiträge, herzliche Begegnungen und ein gemeinsames Essen, das weit mehr war als ein Buffet. Der Iftar-Abend zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie Schule Gemeinschaft stiften kann. Hier kamen Menschen zusammen, die miteinander teilten – Zeit, Gespräche, Speisen und einen besonderen Moment im Ramadan.

Bis zum Ende des Abends war die Aula erfüllt von Gesprächen, Lachen und einer spürbaren Wärme. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen. Der große Zuspruch und die positive Stimmung machten deutlich: Dieser gemeinsame Iftar war ein voller Erfolg.

Ei herzlicher Dank gilt allen, die diesen Abend möglich gemacht haben: den Schulleitungen, den beteiligten Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern, der SMV beider Schulen, den Elternbeiräten, der Referentin für Schule und Sport der Stadt Nürnberg sowie ganz besonders den Eltern, die mit ihren Speisen einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Abends geleistet haben.

Der Iftar-Abend 2026 wird vielen sicherlich in guter Erinnerung bleiben. Er hat gezeigt, wie schön es ist, wenn Menschen zusammenkommen, einander begegnen und Gemeinschaft leben. Schon jetzt darf man sich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr freuen – auf einen Abend, an dem wieder geteilt, gelacht, gebetet, gegessen und miteinander gefeiert wird.

Erhan Cinar, StR (RS)