Global Castle – Sprachencamp auf der Burg Wernfels im Juli 2026

Ein Bericht von Sarah Merzbacher 10g

Englisch ist eine Herausforderung für mich und nicht wirklich mein Lieblingsfach. Deswegen hatte ich zuerst nicht so großes Interesse am Englisch-Camp „Global Castle“, das für alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse angeboten wurde. Ich dachte, es könnte zu schwierig für mich sein, dass ich niemanden verstehen würde oder nicht mitkommen könnte. Trotzdem meldete mich meine Mutter an, weil ich meine Sprachkenntnisse verbessern sollte …!

Auf der Burg Wernfels in Spalt gab es einen strukturierten Zeitplan mit verschiedenen Aktivitäten. Am Vormittag und Nachmittag hörten wir kurze Präsentationen über die Länder, aus denen die Betreuerinnen und Betreuer kamen (USA, Chile, China, Ukraine, Tschechien, Canada, Gahna). Außerdem gab es Teamspiele und Gesprächsrunden sowie verschiedene Bastel- und Sportangebote wie Henna-Tattoos, Pfeifenputzerblumen, American Football und Bogenschießen.

Zweimal am Tag war „Duell-Time“: Wir Schülerinnen und Schüler mussten in kleinen Spielen gegen die „Globies“ antreten. Wer am Ende der Woche die meisten Punkte gesammelt hatte, gewann.

Gegen Abend wurde jeden Tag eine andere Burgrallye vorbereitet. An einem Abend war sogar ein Zauberer zu Besuch. Bis heute frage ich mich: „Wo ist der Stuhl?“ oder „Woher kam der Luftballon?“ Ein anderes Mal hatten die Betreuerinnen und Betreuer einen Casino-Abend vorbereitet. Da hatten wir richtig viel Spaß!

Das Beste war aber das freiwillige Abendprogramm ab 21 Uhr. Dabei trafen wir uns mit den Betreuerinnen und Betreuern in einer kleinen Kapelle im obersten Winkel des Turms. Nach den vielen Stufen einer alten Wendeltreppe kamen wir immer etwas verschwitzt, aber auch neugierig oben an und waren gespannt, was uns heute erwarten würde.

Die Betreuerinnen und Betreuer erzählten von ihrem Leben und davon, wie sie eine Verbindung zu Gott gefunden hatten. Die Geschichten waren meist sehr tiefgründig, aber gleichzeitig ehrlich und persönlich. Nach diesen Abenden sah ich die jeweilige Person meist mit anderen Augen.

Zu Beginn fühlte ich mich noch unsicher, aber die Betreuerinnen und Betreuer erklärten die Aufgaben einfach und verständlich – auch für „schlechte Englisch-Versteher“. Durch die täglichen Aktivitäten konnte ich immer mehr Selbstvertrauen gewinnen. Besonders hilfreich fand ich die Gesprächsrunden: Dort musste ich schnell reagieren und durfte Fehler machen, ohne Angst vor Kritik zu haben. Auch bei den Spielen musste ich oft spontan Englisch sprechen, selbst wenn es nicht perfekt war.

Am Ende des Camps merkte ich, dass mir das Sprechen leichter fiel und ich mehr Wörter sicher benutzen konnte. Wir haben viel gelacht, und es fühlte sich gar nicht wie Englischlernen an, sondern eher wie ein Schullandheim.

Insgesamt hat mir das Camp gezeigt, dass ich Englisch sprechen kann – zwar nicht perfekt, aber so, dass mich alle verstehen. Obwohl ich am Anfang sehr unsicher war, habe ich gemerkt, dass ich mich einfach trauen muss.

Und für alle, die das Camp ausprobieren möchten oder noch überlegen: Der Spaß stand immer im Vordergrund!

Liebe Sarah,

herzlichen Dank für deinen Bericht über das Sprachencamp „Global Castle“. Für uns Lehrer ist es auch immer wieder schön zu sehen, wie viel Spaß man beim Englischlernen haben kann. Liebe 9. Klässler: im Schuljahr 2026/27 könnt ihr euch für das Sprachencamp anmelden. Wir freuen uns auf euch.

Elke Goertz, Mortiz Fischer, Johana Ambroz, Luise Babetzki