Der Klassenrat – Demokratie lernen, Demokratie leben

Seit dem Schuljahr 2010/2011 ist der Klassenrat in allen Klassen der Peter-Henlein-Realschule eingeführt. Eine Schule die sich gegen Rassismus und für Zivilcourage einsetzt, muss die Schülerinnen und Schüler zur Mündigkeit erziehen.

Die Schule ist mehr als ein Ort der reinen Wissensvermittlung. Sie ist ein Ort der Persönlichkeitsbildung in einem demokratischen Sinn, oder wie es in den Zielen der Realschule heißt: „Sie vermittelt Grundlagen, Anregungen und Orientierungshilfen für die Heranbildung einer mündigen, selbständig urteilenden und einer (…) entschlossen handelnden Persönlichkeit in einer freiheitlich demokratisch verfassten, pluralistischen Gesellschaft.“

Demokratie, Mündigkeit, Selbst- und Fremdverantwortung können jedoch nicht wie eine mathematische Formel oder eine Vokabel schlicht auswendig gelernt werden. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt durch eine selbstverantwortete, kooperative Arbeit in gegenseitlicher Verantwortung sind die methodischen Grundlagen zum „Demokratie lernen“.

Diese Auseinandersetzung und Arbeit wiederum benötigt einen festen klaren Rahmen mit einfachen aber präzisen Regeln, die es den Schülern ermöglichen in der Diskussion Lösungen für sich und die Klassengemeinschaft zu finden. Diesen Rahmen bildet der Klassenrat. Der Klassenrat ist eine regelmäßig (alle zwei Wochen) stattfindende Gesprächsrunde, in der sich Schülerinnen, Schüler und die Klassenlehrkraft gemeinsam mit konkreten Anliegen der Klassengemeinschaft (z.B. Ausflüge, Organisationsfragen wie Dienste und Regeln, Probleme und Konflikte) beschäftigen und dafür möglichst einvernehmliche Lösungen finden. Die Stimme der Lehrkraft zählt dabei nicht mehr als die einer jeden Schülerin bzw. eines jeden Schülers.

Christoph Leikam, BerR