Kreativ und Gestalterisch

München. Die Hanns Seidel Stiftung würdigt jedes Jahr die bayerischen Schülerzeitungen mit einem Preis, der insgesamt auf 4.500 Euro dotiert ist. Dieses Jahr hat auch eine Nürnberger Schule eine Auszeichnung erhalten und ist dafür extra in die Landeshauptstadt gefahren.

2017 wurden insgesamt 198 Schülerzeitungen aus dem ganzen Bundesland an die Juroren der Hanns Seidel Stiftung geschickt, was für die Jury einen hohen Leseaufwand bedeutete. Doch vielmehr freute sie sich über die große Vielfalt aus den unterschiedlichen Schulen. Förderschulen, FOS/BOS, Mittel-, Realschulen und Gymnasien hatten hier die Möglichkeit, in jeweils drei Kategorien ausgezeichnet zu werden. Dabei wurden die Zeitungen der Schulen immer innerhalb ihrer Schulart verglichen, um Chancengleichheit zu gewährleisten.

Der Festredner Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der selbst einmal Schülerzeitungsredakteur war und somit selbst journalistische Erfahrung vorzeigen kann, sieht in den Schülerzeitungen eine wichtige Plattform, in der sich „… Redakteure mit Themen auseinandersetzen, die für ihre Schule eine Rolle spielen. Die Schülerinnen und Schüler gestalten dabei das Schulleben aktiv mit und bereichern die Schulfamilie durch ihre Arbeit. Darüber hinaus können sich die Nachwuchsjournalisten wichtige Kompetenzen aneignen und diese vertiefen. Nicht zuletzt üben sie demokratische Regeln ein, wenn sie im Redaktionsteam konstruktiv zusammenarbeiten, um mit kritischem Blick das Schulleben zu kommentieren und Meinungen zu bilden.“

Innerhalb der Schulart wurden drei Preise vergeben: Kreativität und Gestaltung, Informationsvielfalt und Journalistischer Einzelbeitrag.

Insgesamt nahmen 33 Realschulen an dem Wettbewerb teil, wobei die Schülerzeitung „Durchbruch“ der Peter-Henlein-Realschule aus Nürnberg für den Bereich „Kreativität und Gestaltung“ die 300 Euro Preisgeld gewann. Laut Aussage der Stiftungsvorsitzenden der Hanns Seidel Stiftung Frau Prof. Ursula Männle überzeugte sie „… mit ihrem stringent durchgezogenen Layout, das übersichtlich reduziert und leserfreundlich gestaltet wurde. Dabei gefällt die Aufmachung der Zeitung in Gestalt eines Schulblocks besonders.“

Sebastian Gibtner