Krakaufahrt

Die diesjährige Fahrt nach Krakau war, wenn auch mit Hindernissen, wiedermal erfolgreich. Defekte Reifen, falsche Zeitpläne und fehlerhafte Fahrtickets hielten die Lehrkräfte der PHR nicht davon ab, die Studienfahrt durchzuführen. Darüber hinaus wurde das Programm leicht geändert: Die Führung durch Birkenau gestalteten diesmal die Lehrkräfte selbst, was positiv von den Schülern aufgenommen wurde. Außerdem sollten die Schüler ihre Eindrücke und Erfahrungen auf einem Leporello niederschreiben. Hierzu einige Eindrücke:

 

 

Meine Eindrücke von der Mahn- und Gedenkstätte (Stammlager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau): Meine Gefühle während den Führungen…/ Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf…/ Das erschüttert oder berührt mich…/

Es hat mich erschüttert und verwirrt wie das Ganze jemals passieren konnte. Wie es nur möglich war so viele Unschuldige einfach auf eine so grausame Art und Weise zu erniedrigen,  zu quälen und zu ermorden. Man weiß zwar, dass das alles passiert ist, aber an dem tatsächlichen Ort solcher Geschehnisse zu sein, hat bei mir zu einem richtigen Kopf Kino geführt. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie die Menschen dort ankamen, wie sie von ihren Liebsten getrennt wurden. All dies sah ich vor meinem inneren Auge, aber irgendwie kann man es doch nicht so recht glauben.

Ich fand es sehr schockierend die ganzen Alltagsgegenstände der Toten zu sehen. Hinzu kommt die Masse an Haaren, die mir den Atem raubte. Dieser Berg erschlug einen förmlich. Die ganzen individuellen Schuhe und Töpfe zeigten einem die Persönlichkeit der Opfer und man konnte sich besser mit ihnen identifizieren als mit einer Zahl an Toten. So wurde es einem bildlich aufgezeigt und die Zahlen bekamen plötzlich Charakter.

Es ist mir unbegreiflich wie Menschen nur zu so etwas fähig sein konnten, wie man so dumm und grausam sein kann. Ich habe so viel Respekt und Mitleid für diejenigen, die einst von der Judenverfolgung betroffen waren und ich finde es unbegreiflich, wie manche diese Torturen überlebt haben. Das hat mir gezeigt, dass der Mensch einiges überstehen kann wenn er keine andere Wahl hat. Ich finde Auschwitz ist etwas, das jeder mit eigenen Augen gesehen haben muss. Jeder sollte die Eindrücke, die man dort bekommt, einmal selbst erleben. Meine Erlebnisse dort weckten in mir Trauer, Wut, Mitleid, Angst und im Großen und Ganzen war es die ganze Zeit ein beklemmendes Gefühl dort. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder passiert und dass die Menschen aus der Vergangenheit lernen.

 

Moser (10g)

HP_Bild_Auschwitz